Infoabend für Bürger zum Thema "Rauchmelder" ein großer Erfolg
Über einen unerwarteten Besucheransturm freute sich die Treburer Feuerwehr am Freitag bei einer Infoveranstaltung zum Thema "Heimrauchmelder". Die Infoveranstaltung, die die Wehr anlässlich des bundesweiten Rauchmeldertags ins Leben rief, wurde von knapp 50 Personen besucht. "Mit so viel Interesse hätten wir nicht gerechnet, aber es ist super, dass sich die Bürger so stark für das Thema interssieren", zeigte sich Wehrführer Jürgen Möbus hoch erfreut. Einige kamen aus den Nachbarorten, ein Besucher sogar aus Dornheim. Manche hatten eigene Rauchmelder mitgebracht, um diese von den Experten in Augenschein nehmen zu lassen.
Am zuverlässigsten funktionieren Rauchmelder, die ein optisches Prinzip nutzen und mit Batterien, und damit auch bei einem Stromausfall betrieben werden. Im Inneren des Rauchmelders sendet eine Leuchtdiode Lichtteilchen aus, die von einer Fotozelle aufgenommen werden. Dringt Rauch in den Melder ein, wird das ausgesendete Licht gebrochen und sofort Alarm ausgelöst. Im Batteriebetrieb können gute Rauchmelder problemlos zehn Jahre halten. Neigt sich eine Batterie dem Ende, senden der Melder einen Warnton aus. Zudem verfügen sie über einen Testknopf, den man auch in regelmäßigen Abständen benutzen sollte. Besonders nach einem längeren Urlaub sollte man die Funktionsfähigkeit des Melders überprüfen, empfiehlt der Fachmann. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Geräte vom Verband der Sachversicherer (VdS) anerkannt sind und der Norm DIN EN 14604 entsprechen. Mittlerweile ist dies bei den meisten Rauchmeldern, die es auch in Super- und Baumärkten zu Kaufen gibt der Fall. Die Feuerwehr empfiehlt, pro Etage mindestens einen, idealerweise aber vor und in jedem Schlafraum, in den Kinderzimmern, im Flur, sowie im Keller einen Rauchmelder zu installieren. Sogar für Küchen und Bäder, die aufgrund der Dampfentwicklung bislang „unüberwacht“ bleiben mussten, gibt es mittlerweile geeignet Geräte. Für größere Gebäude empfehlen sich zudem "vernetzte Rauchmelder", mit diesen auch weiter entfernte, oder wenig genutzte Räume überwacht werden können. Rauchmelder sollten in der Mitte eines Raumes an der Decke angebracht werden. Dabei sollte der Raum pro Melder nicht mehr als 60 Quadratmeter messen und höchstens sechs Meter hoch sein. Bei größeren Räumen sollten mehrere Melder installiert werden.
Beim Infoabend zeigte Feuerwehrmann Herbert Fückel zudem an einem Modell-Rauchhaus, wie sich der Rauch in einem Gebäude ausbreitet, wie man am sichersten bei einem Brand flüchtet und sich am besten verhält. Dabei ist es besonders wichtig die Türen von rauchfreien Räumen im Gebäude geschlossen zu halten, um einen größeren Sachschaden zu vermeiden, sowie zum eigenen Schutz. Eine Zimmertür hält einem Feuer lange genug stand, bis die Feuerwehr zur Rettung angerückt ist, betonte Fückel. Zudem gab es eine Führung durch das Gerätehaus. Im provisorischen Unterrichtsraum der Jugendfeuerwehr lag Infomaterial zum Thema Rauchmelder für die Besucher zum Mitnehmen aus. Unter den Besuchern verloste die Wehr ausserdem fünf Qualitätsrauchmelder. "Den werden wir auf jeden Fall gleich, wenn wir zu Hause sind anbringen", ließen die Gewinner verlauten, worüber sich die Veranstalter besonders freuten.
Informationsverastaltungen wie diese sind enorm wichtig, betonte der Wehrführer. Laut einer aktuellen FORSA-Umfrage besitzen über zwei Drittel aller deutschen Haushalte keinen Rauchmelder. Traurige Konsequenz: Bei Wohnungs- und Hausbränden sterben noch immer viele Menschen, weil sie im Schlaf den hochgiftigen Rauch einatmen, denn der Geruchssinn schläft mit. Schon zwei bis drei tiefe Atemzüge können tödlich sein. Über 90 Prozent der jährlich etwa 600 Brandtoten in Deutschland kommen auf diese Weise zu Tode, der Großteil in der Nacht. Dies belegte der Fachmann mit zahlreichen aktuellen Beispielen, wie der Brandkatastrophe in Limburg vor wenigen Wochen mit sechs Toten. Eine Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Rauchmelder ist daher dringend erforderlich, zumal Rauchmelder ab 2014 ohnehin in jedem hessischen Haushalt Pflicht sind. Möbus hofft, dass sich im nächsten Jahr noch weitere Feuerwehren am bundesweiten Tag des Rauchmelders beteiligen werden. Die Treburer Wehr wird durch den Erfolg der jüngsten Veranstaltung 2011 wieder einen Infoabend veranstalten. Wer weiterhin Fragen zum Thema hat, kann bei einem Übungsabend - immer dienstags um 20 Uhr - auch gerne für ein persönliches Gespräch bei der Feuerwehr vorbeischauen.
Informationen
Gesetz zur Änderung der Hessischen Bauordnung
Offizielle Kampagne
Auf den Webseiten der Kampagne "Rauchmelder Lebensretter" gibt es ausführliches Material rund um das Thema "Rauchmelder", auch zum Download. Adresse: www.rauchmelder-lebensretter.de
Downloads
Kampagnen- und Infoflyer | Klick (PDF 1,69MB)
Infotabelle "Qualitätsmerkmale" | Klick (PDF 36KB)
Kinderbuch "Philipp und sein Rauchengel" | Klick (PDF 1,87MB)
(Quelle: www.rauchmelder-lebensretter.de.)
Hersteller
www.esser-systems.de
www.hekatron.de
www.merten-rauchmelder.de (hier wird zusätzlich die Funktionsweise in einer Animation erklärt.)
www.detectomat.de
www.busch-jaeger.de
www.indexa.de
www.d-secour.de
www.eps-vertrieb.de
und viele mehr...
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