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Der "Rock" stand bei der diesjährigen Nachkerb im Vordergrund. Sowohl das Kleidungsstück, wie auch der Musikstil dominierten das Wochenende in Trebur. Mit einer fetzigen Rocknacht eröffneten am Freitag die Trewwerer Kerweborsch die Nachkerb. Hier war die Musik gemeint: Das Frankfurter Trio "laut?los!" rockte die TV-Halle und lockte die Besucher an. "Zwar nicht ganz soviele, wie erhofft, dennoch ein besserer Zuspruch als im letzten Jahr", sagte Kerwevadder Jochen Engel. Gespielt wurde krachender Deutschrock, was bei dem Publikum scheinbar gut ankam, so gehörten Applaus ebenso wie mehrere Zugaben zur Rocknacht.

Der zweite Höhepunkt des Nachkerwewochenendes bestand am Samstag in der Nachkerb bei der Feuerwehr. Das Gemeinschaftsprojekt zwischen Altkerweborsch (AKB) und Feuerwehr ging damit in die vierten Auflage und ist auf dem besten Weg zur einer Traditionsveranstaltung. Mit einem Familiennachmittag starteten die AKB ihren Teil der Kerb nach der Kerb. Während die Kinder auf der großen Hüpfburg herumtollten, ihre Treffsicherheit an der Torwand auf die Probe stellten, oder mit Seifenblasen und Kreide spielten, konnten die Eltern in Ruhe leckeren Spießbraten, gegrillte Würstchen, oder frisch gebackene Brezeln genießen. Zauberer Matthias Drechsel beeindruckte die Zuschauer mit verschiedenen Tricks. Beispielsweise verwandelte er Wasser, dass er in eine Zeitung goss in Bier. Zudem zeigte er Karten-, Seil- und Entfesselungskunststücke und verwandelte sich für ein Zaubertrick in den "Maskierten Magier", der einen Trick verriet, am Ende jedoch wieder für unerklärliche Verblüffung sorgte.

Zum Abend füllte sich die Feuerwehrhalle immer mehr. Jetzt stand vor allem das Kleidungsstück "Rock" im Vordergrund. Insgesamt rund 100 der etwa 250 Anwesenden erschienen im Rock. Dabei waren es sowohl Männer, wie auch Frauen, stellten die AKB - die stilecht alle im Schottenrock gekleidet waren - erfreut fest. Für die Rockträger gab es vergüngstigten Eintritt und ein Freigetränk. Für stimmungsvolle Partyhits sorgte die Band "Partytime" und machte ihrem Namen damit alle Ehre. Die Altkerweborsch zeigten einen kurzen Tanz im Schottenrock zum Queenklassiker "We will rock you", ehe sie ihre Röcke zu echter Dudelsackmusik zupften. Höhepunkt war auch an diesem Abend wieder die Mitternachtsshow der Treburer Kerweborsch und Mädscher, die ihre Schneewitchen-Interpretation von der Kerb zeigten und damit auch das Nachkerwe-Publikum begeisterten. Im Anschluss an die Show sorgte "DJ Jörg" für gute Laune bis in die Morgenstunden. Bereits wenige Stunden später kamen schon die ersten Besucher des traditionellen Nachkerwefrühschoppens auf den Feuerwehrhof.

Gefragt waren dort nicht nur die Feuerwehrmänner, sondern auch deren Frauen: Erst beim Backen der zahlreichen Kuchen und später beim Verkauf der Leckereien. Mit bekannten Evergreens der letzten Jahrzehnte, sowie aktuellen Hits sorgte die Liveband „Formel M“ durchgehend für fröhliche Stimmung bei allen Altersschichten. Glücklicherweise gab es am Nachkerwewochenende keinen Einsatz für die Treburer Feuerwehr, doch für den Ernstfall war die Einatzbereitschaft durchgehend gewährleistet. Die Feuerwehrfahrzeuge standen nebenan bei der Firma Rödner, der Unterrichtsraum war mit der Einsatzkleidung belegt und zur Umkleide umfunktioniert worden. Die Veranstaltung am Wochenende diente aber nicht nur dem Spaß, sondern wird von der Feuerwehr auch immer für Mitgliederwerbung genutzt. Plakate, die auf dem Gelände mit peppigen Ideen für Verstärkung der Einsatzabteilung werben gehörten hierzu. Zudem führte der Feuerwehrnachwuchs der Jugendfeuerwehr besonders die jüngeren Besucher durch den roten Fahrzeugpark und zeigte Ausrüstung und Funktionen. Außerdem konnten Besucher ihre Treffsicherheit beim Zielschiessen mit einer Kübelspritze unter Beweis stellen. Besonders zufrieden waren die Veranstalter nicht nur mit dem Besucheransturm, sondern auch mit dem Wetter. Die Sommersonne kehrte am Wochenende pünktlich zur Nachkerb noch einmal zurück und wärmte die Gäste bis in die späten Abendstunden. Perfektes "Rock-Wetter" eben. Nur die Schnaken störten manch einen in der Abenddämmerung, denn sie hatten es auf die freien Beine abgesehen. Ganz vorbei ist die Treburer Kerb aber immernoch nicht. Erst wenn zu Wochenbeginn der Kerwebaum mit einem Trauerzug durch Trebur zum Baumgewinner geschleppt wurde, erst dann ist die Kerb offziell beendet. (dm)

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