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Großeinsatz an der Treburer TV-Halle: Bei Arbeiten am Lüftungssystem kam es am Dienstagabend zu einer Verpuffung, mehrere Menschen sind verletzt. So lautete das Szenario der vierten diesjährigen Großübung der Gemeindefeuerwehren. Angenommen wurde, dass ein Lüftungsmonteur im Technikraum im Keller des Gebäudes einen Fehler machte und dadurch die Explosion auslöste, dabei verletzt und unter Trümmern eingeschlossen wurde. Er war einer von insgesamt 16 Verletzten, die die Feuerwehr retten musste. Die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr und zwei Kerweborsch stellten die Verletzten dar. Ein Teil von ihnen war zum Zeitpunkt der Verpuffung in der Sektbar, um Dekoration für einen Faschingsball anzubringen - so das gedachte Szenario - durch die Druckwelle kam es zu einer heftigen Reaktion in der Saalküche, wodurch der Treppenaufgang zur Sektbar zerstört wurde. Zwei Personen wurden schwer verletzt. Alle Betroffenen mussten daher über Steckleitern vom Vordach der Halle in Sicherheit gebracht werden. Während die Leicht- und Unverletzten selbstständig mit einer Sicherung die Leiter herabklettern konnten, mussten die beiden Schwerverletzten in Schleifkorbtragen langsam über die Leitern nach unten herabgelassen werden. Am Boden wurden sie von den Feuerwehrleuten auf die benachbarte Wiese gebracht, wo sie von Sanitätern, Rettungsassistenten und einem Notarzt der Treburer DRK-Ortsvereinigung in Empfang genommen wurden. Hier hatte das DRK bereits eine Verletztensammelstelle eingerichtet.

Zeitgleich suchten Einsatzkräfte unter Atemschutz die Innenräume nach weiteren Verletzten und Vermissten ab. So lag eine Putzfrau unter einem Tisch in der Garderobe im Keller und konnte sich nicht bewegen. Hier war es nicht nur verqualmt - in Wirklichkeit Nebel aus der Effektmaschine - sondern auch noch stockdunkel, denn durch die Verpuffung im Technikbereich ist der Strom im gesamten Gebäude ausgefallen. So mussten sich die Einsatzkräfte langsam mit Hand- und Helmlampen durch die Dunkelheit zu den Verletzten vortasten. Selbst im Vorstandszimmer standen drei Personen am Fenster und schrien um Hilfe, da der Ausgang über die Bühne versperrt war. Nach einigen Minuten konnten auch die letzten Vermissten gefunden und in Sicherheit gebracht werden. Jede der vier Feuerwehren hatte zwar eigene Aufgaben, alle arbeiteten dennoch Hand in Hand zusammen. Elf Fahrzeuge der Feuerwehr mit fast 70 Einsatzkräften und drei Fahrzeuge des Treburer DRKs mit neun Einsatzkräften nahmen an der Übung teil. Die letzte der vier diesjährigen gemeinsamen Übung der Gemeindefeuerwehren erforderte noch einmal das ganze Können der Retter. So waren Schwerpunkte diesmal die Kommunikation zwischen den Führungskräften und dem DRK, der Transport der Verletzten und das Sicherstellen der Rettungswege, sowie das Ausleuchten der Einsatzstelle.

Nach rund einer Stunde waren alle Verletzten versorgt, der Einsatz beendet. Bei der Nachbesprechung im Gerätehaus lobte Gemeindebrandinspektor Dieter Mann die gute Zusammenarbeit und zog ein positives Fazit :"Auch die letzte gemeinsame Übung war gut gelaufen". Dem schloss sich Treburs Wehrführer Jürgen Möbus an und betonte, dass alle Ziele erfolgreich erreicht wurden. Nachdem in den Ortsteilen verschiedene Szenarien in drei Übungen geprobt wurden, wurde bei der vierten auch das Treburer DRK mit ins Boot geholt. Wofür die Organisatoren den Rotkreuzlern dankten. Dank galt auch dem TV Trebur für die Bereitstellung der Räumlichkeiten für die Übung. Vom Blitzen der Blaulichter und den Funksprüchen gelockt, beobachteten zahlreiche Menschen das Einsatzgeschehen gespannt. Die gemeinsamen Übungen sollen wahrscheinlich auch im nächsten Jahr weitergeführt werden, ließ Mann verlauten.(dm)

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