
Meterhohe Flammen erhellen den Nachthimmel, lautes Knistern und Knacken von brennendem Holz, dazu dichter dunkler Rauch und eine enorme Hitze - kein Einsatz und auch keine Übung, sondern das diesjährige Christbaumverbrennen der Treburer Feuerwehr. In perfekter Winterkulisse beobachteten am Samstagabend rund 1000 Menschen gespannt das Feuerspektakel und ließen sich davon wärmen. Der Anlass lockt traditionellerweise vor allem Familien - besonders die Kinder zieht das große Feuer in den Bann. Sie stehen immer in der ersten Reihe.
Trotz eisiger Minustemperaturen, starkem Wind und Schneefall startete die Jugendfeuerwehr mit Unterstützung einiger Mitglieder der Einsatzabteilung am frühen Morgen das Einsammeln der ausgedienten Christbäume. Eingepackt in die warmen Feuerwehrklamotten verteilten sich die Sammelteams auf vier Traktorgespanne. Über vier Stunden lang ging es durch die winterlichen Treburer Straßen. Als Dank für die kostenlose Aktion gab es für die Nachwuchsretter zahlreiche Spenden von Bürgern. Bereits am mittag türmte sich auf dem Abbrennplatz - einer Wiese zwischen Freibad und Stadion - ein riesiger Haufen abgeschmückter Tannenbäume auf. In Astheim kümmerte sich ebenfalls die Feuerwehr um den Abtransport der Bäume nach Trebur. In der Summe kamen über 750 Bäume zusammen, die ein weit über die Ortsgrenzen sichtbares Feuer erzeugten. Dieses entzündete die Jugendwehr am Abend nach einem kleinen Feuerwerk und einem Fackellauf, an dem auch die "Löschzwerge", die Bambinis der Feuerwehr teilnahmen. Glühwein war in der Kälte bei den Besuchern besonders gefragt. Aber auch die heißen Würstchen fanden zahlreiche Abnehmer.
Besonderer Dank gilt den Landwirten, die ihre Gerätschaften für das Einsammeln zur Verfügung stellten. Das Verbrennen der Weihnachtsbäume gehört in Trebur mittlerweile zur festen Tradition. Erstmals vor 23 Jahren kam in der Treburer Wehr die Idee des Feuers - das eigentlich eine schwedische Tradition ist - auf. Angefangen mit einem kleinen Haufen alter Weihnachtsbäume entwickelte sich das Feuer schnell zu einer beliebten Veranstaltung, die mittlerweile zahlreiche Ortschaften im Kreisgebiet in ähnlicher Form durchführen. Ziel der Veranstaltung war aber nicht nur den Einwohnern eine besondere Möglichkeit zur Geselligkeit zum Jahresbeginn zu bieten, sondern auch die Beziehung zwischen Bürgern und Feuerwehr zu vertiefen. So führten die Wehrleute auch Gespräche mit Besuchern und beantworten Fragen rund um die Feuerwehrarbeit. Wer Interesse an der Wehr gewonnen, oder Fragen hat kann immer dienstags zwischen 20 und 22 Uhr im Gerätehaus (Astheimer Straße 86) vorbeischauen.
Alle Rechte auf Bildern, Texten und Links liegen bei den Autoren der Seite
2001-2007
Internet-Team der Feuerwehr Trebur