
Der Bericht von Möbus klang denn auch deutlich positiver. Herausforderungen wie ein Wohnwagenbrand am Rhein Ende Juni oder ein Dachstuhlbrand in Astheim keine 24 Stunden später seien gut bewältigt worden. 520 Stunden leisteten die ehrenamtlichen Helfer bei 46 Einsätzen. „Der Ausbildungsstand der Einsatzabteilung wurde in 50 Übungen, beim Unterricht und in Weiterbildungsveranstaltungen gefestigt und verbessert“, sagte Möbus.
Die Wehr ist fest im Vereinswesen verwurzelt. Stolz berichtete Vorsitzender Christian Scherer von der erfolgreichen „Rocklandparty“ im April. Trotz der vielen Arbeit und des Andrangs sei die Einsatzbereitschaft der Wehr jederzeit gegeben gewesen, betonte Scherer. Auch an der Kooperation mit den Altkerweborsch zum Frühschoppen gab es nichts zu beanstanden, eine Zusammenarbeit für das kommende Jahr ist wieder geplant.
Auch der Austausch mit der Obermehler Feuerwehr wurde fortgesetzt: Gemeinsam mit den Gästen aus Thüringen besuchte der Verein das Felsenmeer und die Schmucker-Brauerei, wo mit den Kameraden auf deren neues Gerätehaus angestoßen wurde. 82 Mitglieder feierten 2008 40 Jahre Mitgliedschaft, und um die insgesamt über 100 Jubilare zu ehren, hatte die Wehr eigens ein Schlachtfest organisiert.
Jugendwart Christian Lautz berichtete, dass die Jugendfeuerwehr fünf neue Mitglieder für den Brandschutz gewinnen konnte. Selbst der „gewohnte letzte Platz“ bei den Ortswettkämpfen sollte niemanden erschrecken, bei den Kreiswettkämpfen belegte der Nachwuchs unter 22 Mannschaften schließlich einen guten zehnten Platz. Lautz betonte, dass er die Schwerpunkte auf den feuerwehrtechnischen Aufgabenbereich lege.
Andere Schwerpunkte setzen die neuen „Löschzwerge“: Während Interessierte bisher erst ab dem zehnten Lebensjahr in die Jugendfeuerwehr eintreten konnten, ermöglicht die Bambinimannschaft Kindern ab sechs Jahren eine Beteiligung an der Wehr. „Bei uns stehen spielerische Aspekte im Vordergrund“, erklärte Sylvia Weber, die die 13 „hochmotivierten“ Kleinstfeuerwehrleute betreut. Die „zukünftige Elitetruppe der Feuerwehr“ trifft sich alle zwei Wochen. Das Programm kam im ersten halben Jahr so gut an, dass sich das Konzept bereits an die Kameraden in Astheim „verkaufen“ ließ.
Formsache waren die Wahlen: Die Vorsitzenden Christian Scherer und Christine Hirsch sowie Schriftführerin Bettina Lindemann wurden im Amt bestätigt.
Bürgermeister Jürgen Arnold lobte den Vorstand dafür, wie er den „Spagat zwischen Feuer- und Feierwehr“ meistere. „Beides geht, und beides ist gewünscht“, erklärte er und versprach eine enge Kooperation der Gemeinde mit der Freiwilligen Feuerwehr.
Ähnlich war das Fazit von Kreisbrandinspektor Markus Staubach. Er lobte die gute Kooperation mit dem Kreis bei der Ausbildung, wies aber auch darauf hin, dass es im Kreis eine eigentlich zu geringe Anzahl aktiver Feuerwehrleute gäbe und Programme wie die Löschzwerge nur ein erster Schritt sein könnten.
Jan Stich (Rüsselsheimer Echo)
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