
Die Treburer Feuerwehr zeigte an ihrem Aktionstag am Samstag (12.05.2007) im Neubaugebiet Oderstraße unter anderem, wie gefährlich es ist, brennendes Fett mit Wasser zu begießen.
Der Siedepunkt von Frittierfett liegt über 100 Grad, Wasser wird schon bei 100 Grad zu Dampf. Wird also Wasser auf brennendes oder hoch erhitztes Fett gespritzt, verdampft es schlagartig. Der Wasserdampf vergrößert die Oberfläche des brennenden Fettes und löst eine Explosion aus, eine so genannte Verpuffung, erklärten die Feuerwehrmänner der Einsatzabteilung und der Jugendfeuerwehr den Interessierten vor Ort.
Aus nur einem Liter Wasser entstehen durch die Verdampfung etwa 1700 Liter Wasserdampf. Es empfehle sich, grundsätzlich hoch siedefähige Fette zu verwenden und für alle Fälle immer ein angefeuchtetes Hand- oder Küchentuch zum Ersticken der Flammen bereit zu halten. Breitet sich dennoch ein Feuer aus, sollte sofort der Feuerwehrnotruf 112 gewählt werden.
Der Anschaulichkeit halber goss die Feuerwehr Wasser aufs brennende Fett. Sichtlich beeindruckt von der Explosion durfte anschließend jeder einmal selbst versuchen, mit einem Feuerlöscher einen Kleinbrand zu löschen. Sogar Kinder durften „Feuerwehrmann“spielen und mit ein wenig Unterstützung mit dem Feuerlöscher auf die Flammen halten.
Im Rahmen einer Einsatzübung im Rohbau des Kindergartens Oderstraße zeigten die Wehrmänner, was sie sonst noch alles können. Angeblich brannte es im Erdgeschoss und das Feuer breitete sich nach oben aus. Im Gebäude befanden sich Verletzte, gespielt von der Jugendwehr. Deshalb durchsuchte sofort ein Trupp unter Atemschutz das Haus, rettete die Verletzten und bekämpfte das Feuer. Währenddessen verhinderte ein weiterer Trupp über Steckleitern von oben das Durchbrennen des Daches.
Zur Praxis gab es anschauliche Theorie. Anhand eines Modellgebäudes demonstrierte die Feuerwehr, wie sich Rauch in einem Haus ausbreitet und wie nützlich Brandschutztüren sind. Für die vielen Zuschauer lagen zudem Flugblätter zum Mitnehmen und Rauchmelder zum Ansehen bereit.
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